Decken- / Akustikplatten

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Deckenplatten, auch Akustikplatten oder Pressplatten genannt, enthalten als Brandschutz oft Mineralfasern. Früher handelte es sich dabei in seltenen Fällen um Asbestfasern (Konzentrationen zwischen 1 und 3%).

Die Firma Pavatex, die solche Platten unter dem Namen Pavaroc vertreibt, hat Asbest bereits 1972 aus der Produktion entfernt. In welchen Zeiträumen andere Hersteller auf asbestfreie Produktion umgestellt haben, ist nicht bekannt.

Es handelt sich um relativ weiche Platten, die einfach gebrochen oder geschnitten werden können. Im Gegensatz zu Holzweichfaserplatten sind mineralfaserbasierte Platten innen nicht braun, sondern grau.

Ohne Bearbeitung

Bindungsart Asbest: schwachgebunden.

Lokal beschädigten Platten mit Asbest können eine Gefährdung darstellen. Wenn die Platten Asbest enthalten, sollte auch auf kleine Arbeiten, etwa das Ersetzen einzelner Platten, verzichtet werden. Die Sanierung sollte je nach Raumnutzung in kurzer bis mittlerer Frist durchgeführt werden (Dringlichkeitsstufe 1 oder 2 gemäss FACH).

Mit Bearbeitung

Hohe Gefährdung, roter Bereich.

Die Platten sind zu beproben. Dabei Maske und Schutzanzug tragen und Material benetzen (ideal: mit Spritze injizieren). Quellabsaugung.

Beproben

Da die Analyse nicht einfach ist (geringe Konzentration, kaum Materialschwund beim Aufbereiten der Proben, Fasern durch Anstrich abgedeckt) sollten genügend Proben mit ausreichend Material genommen werden (c. 3 x 3 cm). Ideal sind Probenahmen mit einem Probenahmeröhrchen auf die ganze Dicke der Platte. 

Mischproben sollten nur in sehr begrenztem Mass genommen werden.

Die SUVA verlangt folgende Massnahmen:

  • 1 Platte zerstörungsfrei abheben: Handwerker. Einwegmaske FFP3, Einweg-Schutzanzug (Kat. 3, Typ 5/6). Quellabsaugung und Benetzen ist empfohlen.
  • Alle andern Arbeiten: Sanierungsfirma gemäss EKAS 6503, Kap. 7.

Deponie Typ E.

Fotos
11 Dez. 2017